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Die Brücke
für die Menschen
in Dresden.

Carolabrücke, Dresden

Entstanden im Dialog mit den Bürger*innen dieser Stadt. Gestaltet mit historischem Bewusstsein, klarer Vision und ingenieurtechnischer Konsequenz.

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© GRASSL und Partner · Blick von der Albertbrücke
Bürgerforum · Dialog

Was Dresden sich wünscht.

Rad, Fuß und ÖPNV
Bürgerstimme

Eine Brücke für alleVorrang für nachhaltige Mobilität — mit klarer und sicherer Trennung der Verkehrsarten und breiten Rad- und Fußwegen.

Historischer Bezug
Bürgerstimme

Historischer BezugHohe Aufenthaltsqualität und Einbindung in den historischen Stadtraum — die Brücke soll den angrenzenden Stadtraum aufwerten.

Schnell und nachhaltig
Bürgerstimme

Schnell & nachhaltigZügige Realisierung bei hoher Bauqualität — mit innovativen, ressourcenschonenden Materialien für Langlebigkeit.

Carolabrücke — Entwurfsansicht vom Elbradweg
Die Brücke im Überblick © GRASSL und Partner · Blick vom Elbradweg
Der Entwurf

Stadtbild, Aufenthaltsqualität und Zukunft —
in einem.

Der Entwurf verbindet historische Bezüge zur ersten Carolabrücke und den Altstadtbrücken mit einer zeitgemäßen Ingenieurlösung. Entstanden ist ein Bauwerk, das sich vertraut anfühlt, technisch überzeugt und auf dem man sich gerne aufhält.

Jedes Element ist doppelt begründet: ästhetisch und konstruktiv. Kein Ornament ohne Funktion, keine Funktion ohne Schönheit.

Die erste Hälfte steht durch die ersten zwei Längstragglieder sicher auf zwei Beinen und nimmt vorzeitig den Betrieb auf. Parallel erfolgt neben dem fließenden Verkehr der Bau der zweiten Hälfte bis zur Gesamtfertigstellung und Gesamtinbetriebnahme im November 2030 . Die Stahlkonstruktion besteht ausschließlich aus kompakten Stahlkästen mit handlichen Abmessungen maximal 4 m auf 2 m, bestens geeignet für den Transport auf der Straße. Die Stahlkästen werden vollständig im Werk vorgefertigt. Auf der Baustelle fällt nur noch der Zusammenbau in Längsrichtung ohne Vormontage an. Hunderte Regelquerträger aus Stahl wurden bewusst vermieden, um den Montageaufwand auf der Baustelle auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch verkürzen sich die Arbeiten vor Ort. Die Einschränkungen für Verkehr und Bewohner*innen können deutlich reduziert werden. Bei dem gewählten semi-integralen Stahlverbundtragwerk  sind überdimensionale Bauteile, mehrzellige Kästen, kleinteilige Sonderkonstruktionen, komplexe Knoten, arbeitsaufwendige Querrahmen und Konsolen mit Gurtblechen sowie weitere filigrane Bauteile überflüssig. Die einfachen und kompakten Stahlkästen ausgesteift durch einfache Schottbleche ohne Gurtbleche verkürzen Bauzeit und sparen Baukosten. Die Fahrbahnplatte wird ebenso mit maximalen Vorfertigungsgrad auf Stahlbetonfertigteilplatten als verlorene Schalung betoniert. 
35% unter dem vorgegebenen Budget
−1 Jahr Frühere Teilinbetriebnahme gegenüber Anforderung
3500qm mehr Nutzfläche für Städtebau durch kompakte Anbindung
8 Stadtbalkone für ca. 30 Personen
Stadtentwicklung

Die Brücke schafft bis zu 3.500 m² mehr Nutzfläche

Die neue Brücke soll Altstadt und Neustadt nicht nur als Verkehrsweg verbinden. Sie soll für Sie auch die angrenzenden Stadtbereiche besser miteinander verknüpfen. Rund um Rathenauplatz, Carolaplatz, Elbufer und Brühlsche Terrasse können dadurch neue Wege, Aufenthaltsbereiche und Grünflächen entstehen. Zunächst wird die Brücke an die bestehende Verkehrsführung angeschlossen. Durch die einzügige kompakte Brücke entsteht 3.500 m² mehr Nutzfläche, um die Stadt weiterzuentwickeln. Geplant ist, den Promenadenring zu schließen und den Kaitzbach wieder bis zur Elbe zur Geltung bringen. So können die Wege in der Innenstadt verbessert werden. Die Orientierung der Verkehrsanlagen in Richtung der westlichen Seite der St. Petersburger Straße entspricht den Zielsetzungen des Planungsleitbildes Innenstadt 2008 hinsichtlich einer integrierten Entwicklung von Verkehrs- und Freiräumen. Durch die räumliche Konzentration der Verkehrsströme können verbesserte stadträumliche Verknüpfungen geschaffen werden.
Stadtbauliche Entwicklung
Platzanbindung Nord
Platzanbindung Süd
Verkehrsführung

Sicher, klar, entflechtet.

Der Entwurf priorisiert Fuß, Rad und ÖPNV. Breite Gehwege, Sicherheitsräume, farbliche Abstufung, Schrammborde und Niveauunterschiede trennen die Verkehrsarten konsequent — Radfahrer verkehren nicht auf einem Niveau mit dem schnelleren Straßenverkehr. Wegebeziehungen werden konfliktarm geführt, die Anbindung an Elberadweg, Königsufer und Terrassenufer bestandsnah gelöst.
Die neue Verkehrsführung soll dafür sorgen, dass sich alle sicherer über die Carolabrücke bewegen können. Auf komfortable Breiten, eine bauliche Trennung und Sicherheitsräume zwischen den Verkehrsarten wurde besonderes Augenmerk gelegt. Hieraus resultiert die durch das Vermeiden einer Raumfuge (Einzügiger Querschnitt) minimale Brückenbreite von 35,8 m, eine weitere Reduktion würde zu Lasten der Nutzer gehen. Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, Straßenbahnen, Busse und Autos bekommen klar erkennbare Bereiche. So wird es für sie besser sichtbar, wer wo unterwegs ist. Gefährliche Situationen und Verkehrsstress können reduziert werden. Der Radweg Richtung Rathenauplatz verläuft künftig durchgehend und klar getrennt zwischen den Fahrbahnen und dem Bereich für Bus und Straßenbahn. Dadurch müssen Radfahrende dort keine Gleise mehr queren. Zudem sind Radfahrende durch die Trennung mit einem Schrammbord vor der ÖPNV-Trasse und der Straße geschützt. Eine bisherige Gefahrenstelle wird damit dauerhaft beseitigt. So entsteht eine übersichtliche Brücke, die den Alltag für alle Verkehrsteilnehmenden einfacher und sicherer macht.

Lageplan — Verkehrsanlagen und Anbindung an Elberadweg, Königsufer und Terrassenufer
Fußgängerbereiche und barrierefreie Wege

Anbindung der Elbradwege

Die Anbindung der Elbradwege erfolgt im Norden bestandsnah über beidseitige Zwei-Richtungs-Radwege in der Böschung des Königsufers. Durch die beidseitige Führung mit zusätzlicher Kehre auf der Ostseite bleibt die Durchgängigkeit des Radverkehrs auch bei Sperrungen am Königsufer gewährleistet. Sie ermöglicht kurze Wege und vermeidet in Kombination mit dem Zwei-Richtungsradweg auf der Ostseite die Querung der Straßenbahngleise. Dies stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar.
Im Süden wird der Elbradweg sowohl ostseitig über den barrierefrei neu gestalteten „Elbberg" als auch westseitig über den bestehenden Hasenberg nahtlos angebunden.

Fußverkehr: Separation, Kapazität und Uferanbindung

Alle Gehwege sind baulich vom Fließverkehr getrennt und erhalten regelwerkskonforme wie komfortable Breiten. Die Anbindung Königsufer und Terrassenufer erfolgt über beidseitige Treppenbauwerke sowie auf beiden Elbseiten über barrierefreie Auf- und Abgänge. Brückenkopfquerungen werden entweder über Treppenanlagen oder barrierefrei über die Knotenpunkte Carolaplatz und Rathenauplatz ermöglicht.

Medienführung abgetrennt und außerhalb tragender Bauteile

Die Medienführung für Fernwärme und Trinkwasser erfolgt bewusst außerhalb, d.h. zwischen den Fahrbahnträgern, anstelle einer Führung innerhalb der tragenden Konstruktion der Stahlhohlkästen. Die Medienleitungen werden mit einer Stahlkonstruktion an den Fahrbahnträgern, und der Fahrbahnplatte montiert. Zum Schutz und für die Zugänglichkeit befugter Personen erfolgt die Medienführung in einem abgeschlossenen, jedoch natürlich belüfteten Bereich. Hierfür sind zwischen den Untergurten der Fahrbahnträger Gitterrostebenen angeordnet.  Durch die Anordnung außerhalb der tragenden Bauteile ist eine technische Ausrüstung zur kontrollierten Belüftung in geschlossenen Hohlkästen nicht erforderlich.
Expertengremium & Antwort

Technisch überzeugt.
Gestalterisch mutig.

Das Fachexpertengremium bewertet alle vier Entwürfe als technisch hochwertig und realisierbar — und attestiert unserem Entwurf ausdrücklich eine „gut durchdachte“ Konstruktion sowie ein „bewährtes und risikoarmes Baukonzept“. Einige gestalterische Einschätzungen sehen wir anders. Hier unsere Antwort.

Fachexpertengremium bei der Bewertung der Carolabrücke-Entwürfe

Was das Gremium ausdrücklich lobt

Fachexperten-Team

Risikoarmes Baukonzept„Bewährtes und risikoarmes Baukonzept“ — die Hubmontage im Freivorbau überzeugt das Gremium vollständig.

Fachexperten-Team

Frühe Teilinbetriebnahme„Durch die Herstellung in Hälften ist eine abschnittsweise Teilinbetriebnahme möglich“ — als einziger Entwurf bei einem im Endzustand einteiligen Bauwerk und somit höchster Flexibilität für künftige Änderungen der Anordnung der Verkehrsarten.

Fachexperten-Team

Kompakter Stadtanschluss„Der kompakte Anschluss an die Verkehrsanlagen der beiden Uferseiten ist überzeugend“ — Originalzitat der Fachexperten.

Gestalterische Fragen — unsere Antwort

Einschätzung Fachexperten

„Pfeiler zu dominant?"

Sicht von den Elbwiesen auf die Altstadt könnte leiden.

Unsere Antwort

Die Pfeiler sind das Herzstück — nicht das Problem.

Die gewählte Pfeilerform mit Stadtbalkonen nach dem Vorbild der ersten Carolabrücke tragen wesentlich dazu bei, dass sich die neue Carolabrücke harmonisch und respektvoll in die Familie der Altstadtbrücken einfügt. Die Stadtbalkone entwickeln sich nach den historischen Motiven aus der Pfeilerarchitektur. Die durchgehenden Pfeiler unterteilen die Gesamtwirkung des Bauwerks in kleinere Abschnitte und rahmen die Bogenfelder. Sie sind auch deshalb durchgehend ausgelegt, um die Bogentragwirkung der vier Längstragglieder wirksam zu aktivieren. Durch ihre großzügige Öffnung im Bereich der aufgelösten Bögen lassen sie Licht, Landschaft und Stadtkulisse hindurchscheinen. Ihre Durchgängigkeit und Verortung der Balkone tragen wesentlich dazu bei, dass das innovative, zeitgemäße Ingenieurbauwerk in den Auf- und Ansichten die lebendige Formensprache der Altstadtbrücken verkörpert und somit die Brückenfamilie mit neuem Stadtraum bereichert. Ohne ihren Rhythmus und Gliederung fehlen die entscheidenden Bezüge zu den Altstadtbrücken. Auch die Initiative Carolabrücke sowie Stadtbild Dresden sprechen sich ausdrücklich für unseren Entwurf aus. Sie würdigen insbesondere, dass sich die Brücke harmonisch in die historische Dresdner Brückenfamilie einfügt und deren gestalterische Tradition zeitgemäß weiterführt.

Die maßgebenden Standorte zur Beurteilung der Sichtbeziehungen befinden sich nicht direkt unter der Brücke, sondern auf den geräumigen Stadtbalkonen über der Elbe und den Elbwiesen mit Blick auf das Postkartenmotiv der Altstadtsilhouette, in welche die Augustusbrücke nahtlos einbindet, in den Elbwiesen neben der Brücke sowie auf der Brühlschen Terrasse mit Blick ins Elbtal. Von diesen Standorten schaffen die gewohnt niedrige Höhe der Brücke, die offenen Brückenaugen und der schlankste Fahrbahnträger von nur 2,00 m höchste Transparenz sowie freie Sichtbeziehungen in der Elblandschaft und von den Elbufern auf die Stadt.

Standorte unter der Brücke bieten hingegen die vor Witterung geschützte Nutzung der dort vorgesehenen bespielbaren Aktionsflächen z.B. Outdoor-Fitnesssgeräte, Skate-Parcours, Popup-Fußballfelder und Konzertbühne.

Alternativ wurde übrigens ein Entwurf mit zur Basis verjüngten Pfeilern erarbeitet und damals auch beim Bauherrn, der Landeshauptstadt Dresden, eingereicht (vgl. Abbildung). Die charakteristischen Stadtbalkone bleiben als identitätsprägendes Element erhalten; die Pfeiler wirken durch die veränderte Anordnung jedoch dezenter und zurückhaltender.

Einschätzung Fachexperten

„Untersicht zu dunkel"

Über den Elbradwegen wirkt der Brückenraum erdrückend.

Unsere Antwort

Licht und Transparenz als Gestaltungsprinzip.

Die offene Brückenaugen und Bogenform lassen Licht unter den Bau fallen und sorgen dafür, dass die Bereiche am Elbufer hell und freundlich sind. Die maßvollen Proportionen der Bögen mit einer minimalen Konstruktionshöhe von nur 2,00 m in großzügigen Höhen über dem Elbradweg von 5,40 bis 5,60 gewähren lichten Raum über den Sitzmöglichkeiten sowie Flächen zum Spielen, Sporttreiben, Darbieten, Treffen und Ausruhen. Dadurch entstehen auch unter der Carolabrücke angenehme Orte als künftiger Treffpunkt an der Elbe.
Auch die Unterseite der Brücke wird beleuchtet. So können Sie sich selbst im Dunkeln sicher bewegen.

Sicht auf die luftige und helle Unterseite der Brücke
Einschätzung Fachexperten

„Sprengwerk nicht optimal"

120-m-Mittelfeld erzeugt Ungleichgewicht der Horizontalkräfte.

Unsere Antwort

Bewährte Ingenieurkunst mit technischer Schlüssigkeit.

Das Gremium selbst bestätigt: „Technisch ist die Brücke gut durchdacht." Die semi-integrale Konstruktion minimiert durch die offenen Brückenaugen Zwang aus Temperaturunterschieden und aktiviert durch die durchgehenden Pfeiler die Bogentragwirkung. Die Pfeiler gleichen in Ihrer Funktion als Kämper die Effekte aus den unterschiedlichen Stützweiten wirksam aus. Der Beleg für die Effizienz und den ressourcenschonenden Materialeinsatz des semi-integralen längsorientierten Bogensprengwerks ist die geringe Stahltonnage von 450 kg/m² bei der geforderten Auslastung von nur 80%.
Einschätzung Fachexperten

„Herstellpreis erscheint zu gering und ist nicht plausibel“

unrealistisch niedrige Einheitspreise

Unsere Antwort

Niedrige Kalkulation

Die Gesamtkosten wurden zutreffend ermittelt und liegen aufgrund der bestandsnahen Anbindung der Verkehrsanlagen und der einfachen und kompakten, rein längs orientierten Stahlkonstruktion mit sehr hohem Vorfertigungsgrad und dem Einsatz erprobter Montageverfahren nachweislich deutlich unter dem vorgegebenen Kostenrahmen.

Nach erfolgter Aufklärung wurden mit Schreiben vom 17.07.2026 die ermittelten Kosten durch die Stadtverwaltung als geeignete Basis für die weitere Planung anerkannt.

Baukosten wurden im Detail ermittelt und ausgewiesen. Die Kostenermittlung basiert auf einem im Detail ausgearbeiteten Bauwerksentwurf. Dem Entwurf liegt eine vertiefte geprüfte statische Berechnung unter Berücksichtigung der Bauzustände inklusive der Detailnachweise zugrunde. Die Mengen wurden für sämtliche Haupt- und die wesentlichen Einzelpositionen ermittelt und mit zugehörigen, marktüblichen Einheitspreisen multipliziert. Bei der Ermittlung der Einheitspreise wurden die Eigenschaften der Konstruktion berücksichtigt und anhand von vergleichbaren Stahlverbundbrückenverifiziert.

Nachfolgende Eigenschaften wurden bei der Ermittlung der Einheitspreise berücksichtigt.

  • Kompakte Stahlkästen mit Querschnittsabmessungen von max. 4 m × 2 m

  • Vollschotte ohne Gurtbleche

  • Wenige oder keine Trapezrippen

  • Keine Innenstege oder Trapezsteifen in den Stahlkästen der Bögen

  • Keine Regelquerträger

  • Keine Stahlregelquerrahmen mit Gurtblechen

  • Keine Konsolen

  • Keine mehrzelligen Querschnitte

  • Keine Knicke in den Stegblechen der Stahkästen

  • Keine Sekundärlängsträger als zusätzlich kleinteilige Stahlkästen

  • Keine kleinteiligen mehrfachgestoßene Stahldiagonalen mit komplexen Knotenausbildungen

  • Keine orthotrope Fahrbahnplatte

  • Keine Vormontage auf der Baustelle, sondern direkte Montage in Längsrichtung

  • Transport der vollständig fertiggestellten Stahlkästen auf der Straße

  • Einheben mit Standard-Mobilkranen

  • Bestandsnahe Wegeführung mit minimalen Eingriffen

  • Direkte Lasteinleitung aus der Stahlkonstruktion ohne Höhenversatz in die Pfeilerköpfe

  • Kein Lehrgerüst im Vorlandbereich erforderlich

  • Einsatz von Stahlbetonfetigteilen als verlorene Schalung

  • Wahl geringer Stärke der Stahlbetonfahrbahnplatte

  • Technisch einwandfreie Auslegung der Entwässerung in Brückenquer- und -längsrichtung

  • Keine Auffächerung der Fahrbahn an den Brückenenden

  • Keine in das Brückenbauwerk integrierte Rampenanlagen

  • Keine in das Brückenbauwer integrierte Gebäude und Räume, die den Abflussquerschnitt einschränken

Einschätzung Fachexperten

„Genehmigungsfragen offen"

Rückfragen zur Bauwerksbreite bei den Stadtbalkonen.

Unsere Antwort

Alle Randbedingungen der Ausschreibung eingehalten.

Der kompakte einzügige Querschnitt ermöglicht die sehr komfortable Aufnahme sämtlicher Verkehrsarten inklusive der vier Fahrstreifen für den Straßenverkehr bei gleichzeitiger Einhaltung der Vorgaben hinsichtlich der durchgängigen Breite, Höhenentwicklung, Lichträume und Pfeilerstellungen des Vorgängerbauwerks. Die Stadtbalkone stellen als punktuelle Verbreiterungen weder eine Änderung um eine oder gar mehrere durchgehende Fahrstreifen/Gleise, noch eine erhebliche bauliche Umgestaltung dar, weshalb keine Planfeststellungspflicht besteht.
Planungsfrage

Königsufer & Busstellplätze?

Freiräume und Verkehr an den Brückenenden zusammenbringen.

Unsere Antwort

Bestandsnah, durchlässig, entwicklungsfähig.

Der Entwurf setzt auf eine kompakte Auslegung der Brückenenden — ohne Aufweitung durch Garagenbau im Brückenkörper. Im Süden bleibt die Durchlässigkeit erhalten, die erforderlichen 22 Busstellplätze können beibehalten werden. Am Königsufer erfolgt die Anbindung mit minimalen Eingriffen in die geschützten Bereiche.

Planungsfrage

Wirtschaftlichkeit & Baubarkeit?

Technik überzeugen — im vorgesehenen Budget bleiben.

Unsere Antwort

Einfacher Stahlbau, maximal vorgefertigt.

Kompakte Stahlkästen ohne Regelquerträger, ohne komplexe Fachwerke und ohne Sonderbereiche an den Rampen: Der Entwurf verzichtet bewusst auf aufwendige Stahlsonderkonstruktionen. Hoher Vorfertigungsgrad, kurze Montagezeiten — und deutliche Budgetunterschreitung bei voller Funktionalität.

Einschätzung Fachexperten

„Geländer mit Rautenform wirkt fremd“

Besteigbarkeit durch Rauten

Unsere Antwort

Seilnetz verhindert die Besteigbarkeit

Die dekorative Rautenstruktur des Geländers wurde als Referenz an die Rautenstruktur der ersten Carolabrücke im Bereich der Ansicht der Fahrbahnträger gewählt und unterstreicht die Identität der neuen Carolabrücke als lebendige Altstadtbrücke. Ein auf der Innenseite gespanntes Edelstahlseilnetz verhindert das Besteigen der Rauten.

Zeitplan

Schnell. Sicher.
Ein Jahr früher.

2024
Einsturz & Räumung
Einsturz Brückenzug C, Beginn der Bauräumung und Wettbewerbsplanung.
2026
Bürgervotum & Entscheidung
Stadtratsentscheid über den Siegerentwurf. Die Bürgerinnen und Bürger sprechen sich aus.
2027
Planung & Ausschreibung
Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie Beginn der Ausschreibung zur Bauausführung.
2029
Teilinbetriebnahme —
1 Jahr früher
Straßenbahn, Radverkehr, Fernwärme — ein volles Jahr früher als gefordert in Betrieb.
2030
Inbetriebnahme und vollständige Fertigstellung
Die neue Carolabrücke steht — für Generationen. Ein Ort, eine Verbindung, eine Identität.
Baufortschritt

Bauabschnitt für Bauabschnitt.

BA 1 — Pfeiler hergestellt, Stahlbaumontage Westseite

Pfeiler hergestellt — Stahlbaumontage Westseite

Bauablauf

Die Baugrubenverbauten, Bohrpfähle und Pfahlkopfplatten werden für die Pfeiler und Widerlager hergestellt. Anschließend erfolgt Bauder westlichen Pfeiler- und Widerlagerhälften, Montage der beiden westlichen Stahllängstragglieder durch Hubmontage im Freivorbau ohne Hilfsstützen, Verlegen der Betonfertigteile zwischen den ersten beiden Stahltraggliedern, Betonage der westlichen Fahrbahnplattenhälfte, Abdichtung und Ausbau Kappen, ÖPNV-Fahrbahnplatte, Medienleitungen, Ausstattung der ersten Brückenhälfte und provisorische Absturzsicherung am östlichen Rand der ersten Brückenhälfte. Nach Fertigstellung wird die erste Brückenhälfte in Betrieb genommen. Parallel erfolgt in ein und demselben Bauvertrag die Herstellung der östlichen Brückenhälfte. Nach Verlegen der Fertigteile als verlorene Schalung für die östliche Brückenhälfte wird die Bewehrung der Fahrbahnplatte eingebaut und an die in der westlichen Fahrbahnplattenhälfte vorbereiteten Muffen angeschlossen. Zunächst erfolgt analog zur westlichen Hälfte die Betonage der östlichen Hälfte der Fahrbahnplatte bis auf den zentralen Streifen zwischen den inneren beiden Fahrbahnträgern. Der zentralen Streifen für den Lückenschluss der Fahrbahnplatte wird in einer Wochenendsperrpause betoniert. Anschließend erfolgt der weitere Ausbau der östlichen Brückenhälfte bei gleichzeitigem Betrieb der westlichen Brückenhälfte.

Fragen & Antworten

Worauf es
wirklich ankommt.

Die wichtigsten Fragen zur Carolabrücke — ehrlich beantwortet, ohne andere Entwürfe zu benennen. Was der Entwurf von GRASSL und Partner für Dresden leistet.

Wird die Sicht auf die Altstadt verdeckt?

Nein. Der Entwurf verbleibt bewusst in der gewohnten Höhenlage der Vorgängerbrücke — ohne Brückenerhöhung, die die Sichtachsen von den Elbwiesen auf Frauenkirche und Altstadt oder von der Brühlschen Terrasse auf das Elbtal einschränken würde. Die Brücke ordnet sich in das bekannte Stadt- und Landschaftsbild ein, statt es zu dominieren.

→ Historische Verortung
Wie werden Rad, Fuß und Auto sicher getrennt?

Der Entwurf bietet komfortable Nutzbreiten für alle Verkehrsarten — mit den erforderlichen Sicherheitsräumen. Schrammborde und Niveauunterschiede trennen die Verkehrsarten baulich voneinander. Radfahrer verkehren nicht auf einem Niveau mit dem schnellen Straßenverkehr.

→ Verkehrsführung
Was passiert mit dem Königsufer und den Busstellplätzen?

Der Entwurf setzt auf eine bestandsnahe Lösung mit minimalen Eingriffen in die geschützten Uferbereiche — ohne breiten Einschnitt im Königsufer. Im Süden bleibt die Durchlässigkeit erhalten.

Entstehen an den Brückenenden versiegelte Flächen?

Nein. Die Brückenenden sind kompakt ausgelegt — im Norden und Süden bleibt Freiraum für Freianlagen und künftige städtebauliche Entwicklung.

→ Stadtbalkone
Wie aufwendig ist die Stahlkonstruktion?

Der Entwurf setzt auf einfache, kompakte Stahlkästen mit hohem Vorfertigungsgrad — ohne Regelquerträger, ohne komplexe Fachwerke und ohne Sonderkonstruktionen an den Rampen.

Sind die Bereiche unter der Brücke prüfbar?

Ja. Durch das Vermeiden versperrender kleinteiliger Fachwerke in sechs Ebenen sind die offenen Bereiche unter der Brücke frei zugänglich und per Korbgerät prüfbar.

→ Filigrane Untersicht
Ist der Entwurf wirtschaftlich realisierbar?

Ja. Durch den einfachen und kompakten, rein längsorientierten Stahlbau, den maximalen Vorfertigungsgrad und die bestandsnahe Wegeführung liegt der Entwurf deutlich unter dem vorgesehenen Budgetrahmen.

→ Zeitplan
Gibt es überall Platz zum Verweilen?

Ja — Acht 6 auf 12 m große Stadtbalkone mit Sitzgelegenheiten auf den Pfeilern schaffen geschützte Bereiche für bis zu 30 Personen zum Verweilen und Genießen der Aussicht.Die breiten Gehwege laden zum Flanieren ein. Unter der Brücke befinden sich geschützte bespielbare Aktionsflächen z.B. Outdoor-Fitnesssgeräte, Skate-Parcours, Popup-Fußballfelder, Sitzbänke und Konzertbühne

→ Stadtbalkone
Downloads

Pläne, Fakten & Dokumente.
Zum Mitnehmen und Nachlesen.

Hier finden Sie zentrale Unterlagen zum Entwurf der Carolabrücke — von Projektinformationen und Visualisierungen bis hin zu Plänen, Überlegungen für die Zukunft Dresdens und Stimmen aus der Stadtgesellschaft.

Entwurfsvorstellung

Entwurfsvorstellung

PDF · 7.08 MB

Erläuterungsbericht

Das offiziell eingereichte Entwurfsdokument.

PDF · 5.52 MB
Infosheet

Infosheet

Die wichtigsten Fakten kompakt zusammengefasst.

PDF · 2.14 MB

Pläne

Alle Pläne auf einen Blick.

ZIP · 21.22 MB
Visualisierungen

Visualisierungen

Der Entwurf eingebettet in das Dresdner Stadtbild.

ZIP · 101.74 MB
Pläne zur Verkehrsführung

Pläne zur Verkehrsführung

Eine Brücke für alle.

ZIP · 15.83 MB
Flexibles Oberflächenlayout

Flexibles Oberflächenlayout

Zukunftsfähig durch flexible Verkehrsflächen.

ZIP · 1.72 MB
Teilinbetriebnahme 1 Jahr früher

Teilinbetriebnahme 1 Jahr früher

Schneller fertig. Früher mobil.

JPG · 11.42 MB
Lageplan

Lagepläne und Anbindung

Nahtlos in Dresden integriert.

ZIP · 106.55 MB
Vision zur Stadtentwicklung

Vision zur Stadtentwicklung

Stadtentwicklung neu gedacht mit 3500qm mehr Nutzfläche.

ZIP · 5.78 MB
Herleitung der Pfeiler

Herleitung der Pfeiler

Konstruktive Effizienz mit historischem Bezug.

ZIP · 13.26 MB
Pfeilervarianten mit integrierten Stadtbalkonen

Pfeilervarianten mit integrierten Stadtbalkonen

Vergleich der ursprünglichen Pfeilergeometrie mit einer zur Basis hin verjüngten Variante.

PNG · 2.5 MB

Initiative Carolabrücke

Unabhängige Initiative für einen geschichtsbewussten Wiederaufbau — unterstützt Team Grassl.

Website · initiative-carolabruecke.de

Stadtbild Dresden

Stellungnahme des Ortsverbands Dresden zu den Entwürfen für eine neue Carolabrücke.

Website · verein-stadtbild-deutschland.org

Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden

Die GHND plädiert für den Entwurf von Team Grassl und eine historische Uferentwicklung.

Website · neumarkt-dresden.de
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